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"Geldschwemme - wie lange geht das noch gut?"

von Administrator

Professor Tobias Straumann fragt sich zu Recht, ob angesichts der "globalen Krisen die Geldpumperei der Notenbanken" nicht später eben doch zu deutlichen Kollateralschäden führen müsse, auch wenn diese bis heute ausgeblieben sind. Aber mit einer Zwischenbemerkung in seinem ausgezeichneten Beitrag hält er schlicht fest:

"Es deutet vieles darauf hin, dass das Verrückte einstweilen als normal angesehen werden muss."

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Die sich häufenden FEHLPROGNOSEN DER KONJUNKTUR-FORSCHER werden sofort "entschärft", indem man dem gutgläubigen Bürger gleich neue Märchen erzählt: 

Wenn z.B. die KOF mit dem "redegewandten" JAN-EGBERT STURM (er fühlt sich sichtlich wohl, wenn das SCHWEIZER FERNSEHEN ihn bevorzugt zu Rate zieht) die BIP-Prognose von Dezember 2020 per Anfang Februar 2021 von PLUS 3,2% auf PLUS 2,1% fürs Jahr 2021 herunternehmen muss, dann ist dies eher eine Katastrophe als eine Lapalie. Aber darüber müssen wir uns nicht zu lange unterhalten, es sind dies die Auswüchse unseres Systems (ähnlich der Kasten in gewissen asiatischen Ländern), dass selbst gravierende Fehlprognosen mit Akklamation bedacht werden. Eben so tickt die Schweiz.

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Die FINANZINDUSTRIE geht mit ihrer Euphorisierung des Publikums schon längst viel zu weit:

Unter dem Titel - abgekürzt T.I.N.A. = There Is No Alternative: Auf deutsch: Es gibt keine Alternative zu den Aktien, bedrängt man nun jeden Bürger, unbedingt bei diesem "GEWINNSPIEL" mitzumachen, "denn Aktien haben immer eine sehr hohe Jahresrendite gebracht" - was natürlich baren Unsinn darstellt.

Wir zitieren hier nochmals Professor Straumann aus dem vorgenannten NZZ-Artikel:

"Es ist auch richtig, darauf hinzuweisen, dass eine langanhaltende Tiefzinsphase enorme Fehlinvestitionen ermöglicht. In den letzten Jahren haben viele Firmen, die bei einem normalen Zinsniveau schon längst pleitegegangen wären, ausgiebig Kredite zu günstigen Konditionen bekommen." -

Das deckt sich übrigens sehr genau mit dem, was wir seit vielen Monaten in unseren Publikationen TÄGLICHE WEBSEITEN wie auch im zweiwöchigen BÖRSENBRIEF "boersenzeit" festhalten.

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Warnungen für eine VORSICHTIGE HALTUNG AN DEN FINANZMÄRKTEN sind eher störend - lieber stürzt man sich mit allen Mitteln und Möglichkeiten in die krass überbewerteten AKTIENMÄRKTE. ABER:

Mit 351 (dreihunderteinundfünfzig) SICHERGESTELLTEN KURSGEWINNEN IM VERANGENEN JAHR HABEN WIR DIE MEISTEN KONKURRENTEN UND SOG. "GEWINNSYSTEME" HAUSHOCH ÜBERTROFFEN. Im Prinzip bedeutete dies pro Börsentag 1,32 REALISIERTE KURSGEWINNE PRO TAG.

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Die MMT (MODERNE MONETÄRE THEORIE) soll inskünftig sämtliche finanziellen und wirtschaftlichen Probleme lösen. Solche Verheissungen hat es immer wieder gegeben, nur sind sie früher oder später - OHNE AUSNAHME - krachend gescheitert.

Auch der Heilsbringer für ITALIEN - der TECHNOKRAT MARIO DRAGHI - wird sehr wohl wissen, dass er sein Land nie wird aus dem selbstverschuldeten Sumpf herausbringen können. Kein System wird in unserem südlichen Nachbarland zum Erfolg führen, solange die verkrusteten, aber auch wohlbehüteten Strukturen nicht gesprengt werden: MAFIA oder STAAT oder BEIDES ZUSAMMEN? Abrundtiefe, unausrottbare KORRUPTION - kann von dieser Seite her Hilfe erwartet werden? Auch die GELDER AUS DER  EU (rund 208 Milliarden EURO) werden die ITALIENISCHE KRISE NICHT LÖSEN KÖNNEN, weil das meiste Geld ja ohnehin nicht dorthin fliesst, wo es am meisten gebraucht wird.

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EMPFEHLUNGEN SCHWEIZER AKTIEN 2021 + BÖRSENBRIEF "boersenzeit"

Die FINANZINDUSTRIE setzt alles daran, dass die Bürger den hintersten und letzten Rappen an die Börse bringen. Nur hier kann das Geld seine wahre Aufgabe erfüllen - suggeriert man. Ebenso ist eine nicht koschere Tendenz zu beobachten, dass die BANKLIS und SECOND HAND JOURNIS fast ausnahmslos "zwingend" AKTIENANLAGEN EMPFEHLEN. Dort, wo man spielend die Gefahren wie auch die eingetretenen Verluste aufzeigen kann, wird sofort von UNSACHLICHKEIT, UNKENNTNIS etc. gesprochen. Aber nehmen wir doch ein paar klassische Beispiele von SCHWEIZER AKTIEN - sofern sie nicht längst vom KURSZETTEL VERSCHWUNDEN sind, wobei wir hier nochmals festhalten möchten, dass die DEKOTIERUNGEN EHEMALIGER "HIGHLFYERS" KEINEN HEUTIGEN INDEX MEHR BELASTEN. Das Spielchen ist doch so leicht durchschaubar: Von Zeit zu Zeit werden "Nichtperformer" ausgewechselt und durch trendige, starke Aktien ersetzt. Das sorgt auf längere Sicht immer dafür, dass die INDICES TENDENZIELL STEIGEN...

ADDEX THERAP N

ADECCO GROUP N

ADVAL TECH HLDG N


AMS I

APG SGA N

ARBONIA N


ARYZTA N

Aber ganz gemach und ruhig: Wir sind nicht über den Buchstaben "A" hinausgegangen, denn ohne Zweifel könnten wir mehrere Seiten mit 10-Jahrescharts füllen, damit wir bis zum Ende des Alphabets gelangen könnten.

Nun möchten wir doch noch zwei "Bomber" anführen ("His masters voice"), die ja täglich über die Werbung das Volk wissen lassen, dass sie die cleversten Vermögensverwalter sind:

CS GROUP N

UBS GROUP N

Alle Charts SIX iD

Nachdem die FINANZINDUSTRIE stets insistiert, man müsse

AKTIEN-ENGAGEMENTS UNTER LANGFRISTIGEN ASPEKTEN BETRACHTEN, DANN WÜRDE MAN IMMER GEWINNEN...

... gerade die Selbstbeweihräucherer CREDIT SUISSE und UBS beweisen doch aufs Beste, dass es sehr wohl ganz anders herauskommen kann.

Diese Feststellungen möchten wir mit dem Abschlusssatz von Professor TOBIAS STRAUMANN schliessen:

"Ja, wir leben in einer verrückten Welt, und es ist anzunehmen, dass sie nicht ewig Bestand haben wird. Aber es deutet vieles darauf hin, dass das Verrückte einstweilen als normal angesehen werden muss."

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Steigbügelhalter NZZ Neue Zürcher Zeitung für die EU?

Wir staunten gestern Morgen nicht schlecht, als auf der Titelseite der NZZ folgende Schlagzeile zu lesen war:

"Ich bewundere die Klugheit der Schweizer - Jean-Claude Juncker sieht sich als Freund des Landes"

Mit Speck fängt man die Mäuse - und es ist doch allzu durchsichtig, wenn sich die NZZ für solche "JUNKERSCHEN WERBESLOGANS" hergibt, nachdem jeder aufmerksame Europäer über viele Jahre beobachten konnte, wie JUNCKER mit den Schweizer Emissären KATZ UND MAUS SPIELTE. Daran ändert auch der LEGENDÄRE KUSS  an unsere Bundesrätin Simonetta SOMARUGA rein nichts (die NZZ erwähnte diesen Kuss ebenfalls).

Aber die NZZ lässt die überraschten Leser nicht lange warten, gewährt sie doch praktisch auf zwei vollen Seiten (4 und 5 unter "International") dem Ex-EU-Zampano genügend Raum, um seine wahren Absichten fast ungefiltert über die "Alpenrepublik" niederregnen zu lassen.

WAS DIE EU WIRKLICH WERT IST, HAT IHR CHEFDIPLOMAT JOSEP BORRELL VOR DREI TAGEN IN MOSKAU ERFAHREN "DÜRFEN", WO ER "SICH REGELRECHT ABKANZELN LIESS" (Originaltext NZZ auf Titelseite von gestern):

Der alte Fuchs SERGEI LAWROW müsste dann schon mit kompetenteren Verhandlungspartner konfrontiert werden. So wurde die Einmischung der EU im Fall ALEXEI NAWALNY zu einem klassischer ROHRKREPIERER.

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Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Sonntagnachmittag.

Ihr "boersenzeit"-Team


EMPFEHLUNGEN SCHWEIZER AKTIEN 2021 + SCHWEIZER AKTIEN + SCHWEIZER BÖRSE + BÖRSENBRIEF + EMPFEHLUNGEN KANADISCHE AKTIEN 2021 + KANADISCHE AKTIEN 2021 + TRADING-GEWINNE 2021 + EMPFEHLUNGEN US AKTIEN 2021 + US AKTIEN + EMPFEHLUNGEN AUSTRALISCHE AKTIEN 2021 + BÖRSENBRIEF "boersenzeit"

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